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Auszug
aus: Einladung zur Gründungsversammlung der Interessensgemeinschaft
Hansàg
Andau, 6. Dezember
1990
Wie Sie sicher
wissen, existiert im Hanság ein Vollnaturschutzgebiet im Ausmaß
von ca. 140 ha, wo eine eingeschränkte Wiesennutzung erlaubt ist.
Um dieses herum gruppieren sich Grünbacheflächen im Ausmaß von ca.
200 ha, die eine zusätzliche Förderung durch den WWF für den Schutz
der Großtrappe erhalten.
Die Verhandlungen
im Zuge der Grünbrache werden derzeit immer schwieriger, außerdem
werden bald die Pachtverträge dafür die Vollnaturschutzgebiete auslaufen.
Es gibt auch keine
legitimierten, gewählten Vertreter der Grundeigentümer, die mit
den zuständigen Stellen verhandeln könnten, wobei diese Verhandlungspartner
aber nicht mit hunderten von Grundeigentümern, sondern mit deren
Sprechern verhandeln wollen.
Außerdem sind
für diese Verhandlungen entsprechende Gutsachten notwendig, die
entweder jeder einzelne Grundeigentümer selbst in Auftrag geben
muss, was horrende Kosten bedeuten würde, oder aber welches gemeinsam
über eine Interessensgemeinschaft in Auftrag gegeben wird.
Des Weiteren ist
nicht abzusehen, wie sich die Idee des Nationalparks auswirken wird
bzw. welche Vorstellungen der Naturschutz im Bereich des Hanságs
hat.
Aus diesem Grund
ist es äußerst wichtig eine starke, legitimierte Sprechergruppe
zu haben, hinter der die Besitzer von hunderten von Hektar stehen.
Außerdem könnte
die Gemeinschaft auch öffentlichkeitswirksam diese Projekte zum
Nutzen der Landwirte vorstellen und für die Verwertung dieses Gebietes
entsprechende Vorschläge erarbeiten.
Wenn konkrete
Vorschläge am Tisch sind, kann der Vorstand natürlich nur nach schriftlicher
Zustimmung der entsprechenden Grundeigentümer über diese Flächen
einen Vertrag errichten.
Für die nun beginnenden
Verhandlungen wäre es äußerst wichtig und notwendig, dass eine möglichst
große Anzahl von Grundeigentümern im Bereich des Trappenschutzgebietes
(Vollnaturschutz und Grünbrache) sich zu dieser Interessensgemeinschaft
zusammenschließen, damit bei den Verhandlungen eine entspreche Stärke
den Verhandlungsführern mitgegeben wird.
Das landwirtschaftliche
Bezirksreferat Neusiedl/See und die Proponenten, die sich in mehrmaligen
Sitzungen über dieses Problem den Kopf zerbrochen haben, glauben,
dass durch ein entsprechendes gemeinsames Vorgehen eine positive
Imagebildung, entsprechende Nutzungsmöglichkeit und ein Betrag der
Landwirtschaft zu Natur- und Umweltschutz geleistet wird.
In diesem Sinne
bitten wir um Ihre Unterstützung und Teilnahme.
Obmann: Peck Josef,
Andau
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