EUROPASCHUTZGEBIET WAASEN-HANSAG

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Das Europaschutzgebiet Waasen-Hansag


Was ist ein Europaschutzgebiet?

Die Europaschutzgebiete (auch Natura2000-Gebiete genannt) sind ein Netzwerk von Schutzgebieten in der Europäischen Union und ist Kernstück der europäischen Naturschutzpolitik.
Das Ziel ist die Sicherung der biologischen Vielfalt durch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume und wildlebenden Tieren und Pflanzen.
Die rechtliche Grundlage bilden 2 EU-Richtlinien: "Vogelschutzrichtlinie (VS)" und "Flora-Fauna-Richtlinie (FFH)".

Im Juni 2008 wurde durch die Verordnung der Burgenländischen Landesregierung Teile der Gemeinden Andau, Tadten und Wallern zum "Europaschutzgebiet Waasen-Hansag" erklärt.
Zweck der Verordnung ist die Bewahrung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der im Gebiet vorkommenden Vogelarten. Es wurden 13 Schutzgüter festgelegt.

Gesetztestext zum downloaden --- >

Europaschutzgebiet Waasen-Hansag

... ein Steckbrief ...

Name:

Waasen, Hansag (ungarisch), Europaschutzgebiet Waasen-Hansag

Lage:

- Südöstlich des Neusiedlersees
- Südlich der Gemeinden Andau, Tadten und Wallern bis zur ungarischen Grenze (Einserkanal)
- Seehöhe – 117-120m
- Grenzüberschreitendes Gebiet - kleinerer Teil liegt in Österreich, größere Teil in Ungarn

Fläche:

ca. 70 km² liegen auf österreichische Seite
Gesamtgebiet (inkl. Ungarischem Teil): ca. 470 km²

Schutzgebietskategorien:

- seit 2008 Europaschutzgebiet Waasen-Hansag
- Teilgebiet „Kommassantenwiesen“: 1973-1993 Vollnaturschutzgebiet und seit 1993 Bewahrungszone des Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel

Besonderheiten des Gebietes:

-Ehemaliges Niedermoorgebiet mit Erlenbruchwäldern
in der Bewahrungszone des Nationalparks findet man die letzten erhaltenen Restbestände des Niedermoorgebietes
- Vereinzeltes Vorkommen der Moor-Birke (Betula pubescens)
- Ist ein bedeutendes Brutgebiet sowie auch Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für viele Vogelarten

Schutgüter

Es wurden in der Verordnung zum „Europaschutzgebiet“ 13 Vogelarten festgelegt.

Überblick über die einzelnen Schutzgüter --- > hier klicken


Ein kurzer geschichtlicher Einblick in das Gebiet Waasen-Hansags

Die Geschichte des Gebietes ist eng mit dem des Neusiedlersees verbunden. Der Hansag ist vor ca. 13.000 Jahren durch tektonische Absenkungen entstanden. Das Gebiet füllte sich mit Wasser und war ein Teil des Neusiedlersees. Im Lauf der Zeit verlandete das Gebiet und entwickelte sich zu einem Niedermoorgebiet.

Im 18. Jahrhundert wurden mit Entwässerungsmaßnahmen begonnen um das Gebiet trocken zu legen und für ackerbauliche Zwecke zu nutzen. In den Gemeinden Andau, Tadten und Wallern war bis zu dieser Zeit der Fischfang eine Einnahmensquelle. Durch den Bau von Kanälen wurden Teile des Hansags entwässert und die Heuwirtschaft sowie der Ackerbau breiteten sich aus.

In der Zeit zwischen 1870 und 1950 wurde auch Torf abgebaut, getrocknet und an ein nahe gelegenes E-Werk abgeliefert oder für Heizzwecke verwendet.

Im Jahr 1895 wurde mit dem Bau des Einserkanals begonnen, der 1910 fertiggestellt wurde. Der Einserkanal änderte den Charakter des Gebietes deutlich.

In den 1960er Jahren gab es noch über 12 km² Moorwiesen. Pumpwerke wurden eingerichtet, die den Umbruch fast aller regelmäßig überschwemmten Wiesen ermöglichte und der Ackerbau breitete sich immer mehr aus.

Im Jahr 1973 wurde ein Teilgebiet des Hansag – die Kommassantenwiesen – zum Schutze der Großtrappe zum Vollnaturschutzgebiet erklärt. Die Kommassantenwiesen wurden im Jahr 1993 ein Teil der Bewahrungszone des Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel.

Durch die europäischen Agrarförderungen konnten Acker stillgelegt und somit in Wiesenflächen rückgeführt werden.

Historisch wichtiger Punkt: "Brücke von Andau"

Die „Brücke von Andau“ ist ein bedeutendes historisches Denkmal und liegt auf ungarischen Staatsgebiet.
Im Jahr 1956 sind rund 70.000 Menschen während des Ungarnaufstandes über die damals kleine und wackelige Brücke vor der Roten Armee nach Österreich geflüchtet.
Die Brücke wurde nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaut und die 9 km lange „Fluchtstrasse“ von der Brücke nach Andau ist gesäumt mit Skulpturen von internationalen Künstlern mit dem Thema „Flucht und Vertreibung“.


wichtigsten
SCHUTZGÜTER
im Hansag
im Überblick

  • Weißstorch
  • Seeadler
  • Kornweihe
  • Kaiseradler
  • Rotfußfalke
  • Merlin
  • Wachtelkönig
  • Großtrappe
  • Gr. Brachvogel
  • Sumpfohreule
  • Wiesenweihe
  • Blaukehlchen
  • Braunkehlchen
Kontakt: IG Hansag - ZVR: 89 81 61 0 10 - E-mail: office@hansag.at Impressum